Raumnotizen: der Blog der Space Making Agency


An dieser Stelle teilen wir unregelmässig unsere Erfahrungen mit der Space Making Agency und Gedanken zum Thema Raum.

Raumnotizen 1

Wir gründeten die Space Making Agency, um Raum zu schaffen – und fanden raus, dass wir dafür mehr Gelassenheit statt Ideen und Möbel brauchen.

Voller Tatendrang gründeten wir im Herbst 2024 die Space Making Agency und begannen die Raumstation mit Möbeln, Ideen und Möglichkeiten einzurichten. Es fühlte sich unheimlich gut an (in der Lebensmitte), ein Experiment zu wagen und einen Ort zu schaffen und vollkommen frei gestalten und bespielen zu können.

An einem verschneiten Wochenende im Emmental füllte sich Flipchart um Flipchart mit Ideen, Fragen, Geistesblitzen und Träumen: Von Vinyl und Whiskey war die Rede, von Suppe und Gesprächen über alles, was einem zwischen Geburt und Tod – und darüber hinaus – begegnet. Filme, Musik und Bücher sollten den Raum beleben und natürlich unsere Gäste. Wir stellten ein mehrmonatiges Programm zusammen. Daneben brüteten wir über Mietverträgen, Handelsregistereinträgen und unserer grossen geteilten Leidenschaft : der Buchhaltung – kaum was Anderes bringt uns ähnlich zuverlässig zur Verzweiflung.

Die Raumstation begann sich zu füllen: mit Tischen, Sesseln, Lampen – und mit vielen Ideen und Wünschen. Aber auch mit dem Leben selbst, in dem sich nicht immer kontrollieren lässt, was gerade wie viel Platz beansprucht. Wir haben im ersten Jahr der Space Making Agency um Menschen und Beziehungen getrauert. Wir navigierten und navigieren durch Erwartungen, die an uns als Berufstätige, als Mütter, Schwestern und Töchter gestellt werden – insbesondere auch durch jene, die wir an uns selbst hatten als Raum-Schafferinnen.

Nach einem Jahr dann die letztlich simple Erkenntnis: Um Raum zu schaffen, müssen wir selbst Raum haben.

Wir beschlossen – dieses Mal im verregneten Graubünden – nicht noch mehr Möbel ins volle Zimmer zu stellen. Stattdessen wollten wir die Dinge mal stehen lassen, sie bei Bedarf verrücken und schauen, was passiert. Beweglich bleiben, spontan reagieren, uns Zeit geben.

Für die Space Making Agency hiess das vorerst: mehr Lustprinzip, weniger striktes Programm; mehr Improvisation, weniger hohe Erwartungen. Raum entsteht nicht (nur) mit Möbeln, Programmen und Plänen, sondern auch durch das Zulassen von Lücken. Durch

das Aushalten von Übergängen und Zwischenräumen. Durch das Vertrauen, dass es manchmal weniger darum geht, etwas zu bauen, als nicht im Weg zu stehen.

Und so wurde und wird die Raumstation nun Schritt für Schritt zu dem Begegnungs-, Lern- und Denkraum, den wir vor Augen hatten: ohne Zwang, aber echt, mit viel Liebe und ein bisschen sparkle.


31. Mai 2026

Diese Webseite verwendet Cookies. Hier kannst du auswählen, welche Cookies du zulassen willst und deine Auswahl jederzeit ändern. Klickst du auf 'Akzeptieren', stimmst du der Verwendung von Cookies zu.